Auch Robert Löchels Hündin „Katara vom Märkischen Leo“ (DOB) erlag der „Gemeinheit“ der Hürde, allerdings konnten im Gesamten beide mit einer außergewöhnlich harmonischen Vorführung das Publikum verzaubern. Dieses Team trug nicht nur zur ersehnten Rassevielfalt dieses Höhepunktes bei, sondern lebte in einzigartiger Weise den Teamspirit „Mensch-Hund“ vor. Man meinte fast, sie würde ihm jeden Wunsch von den Lippen ablesen und letztlich wurde dies ebenfalls mit 92 Punkten honoriert.
Im letzten Quartett wurde es ebenso spannend. So brillierte André Fermum mit neuem Teampartner „Kenzo vom Streitwald“ (MAL) an der Seite in bereits gewohnter Akkuratesse, was sich letztlich in 95 Punkten auszahlte. Eine stolze Leistung – bedenkt man, dass „Kenzo“ und er sich erst seit Kurzem gemeinsam auf den Fluren des Gebrauchshundesports bewegen.
Pia Carimo mit ihrer „Dakilah vom Kieferneck“ (MAL) bot dann den Höhepunkt in der Abteilung B. Als Newcomerin auf dieser Veranstaltung blieb sie die Einzige, die sich Dank beeindruckender Präzision in der Arbeit ein „Vorzüglich“ sichern konnte, was sie in der Gesamtwertung ordentlich nach oben rückte.
Publikumslieblinge blieben allerdings zwei Sportler, die uns Hoffnung auf die Zukunft machen. Emma Lotte Bartusch mit ihrer „Maja vom Goldstaub“ (DSH) und Carlo Rosenow mit „Whats Up von der Steinteichmühle“ (MAL) glänzten mit unerschütterlicher Entschlossenheit bei ihren Vorführungen und zauberten wohl jedem ein Lächeln ins Gesicht. Jeder, der sich auf solch einer Veranstaltung diesen hohen Anforderungen stellt, ringt mir persönlich absolute Hochachtung ab. Aber dies in solch einem Alter mit einem derartigen Maß an Souveränität zu tun, verdient Bewunderung. Ihr habt das Ding von vorn bis hinten gerockt!!!
Im Schutzdienst konnten letztlich zwei Hunde extrem überzeugen. Bot sich doch in diesem Jahr die Schwierigkeit beim „Angriff aus der Lauerstellung“ den Griff zu halten, haben sowohl „Empire vom Further Moor“ (MAL) von Katharina Hümke als auch „Kenzo vom Streitwald“ (MAL) von Andrè Fermum diesem Faktor getrotzt und mit einer regelrecht beherzten Arbeit jeweils 97 Punkte errungen.
Offensichtlich war es weder bei Felix Wuttke noch bei Fabian Luther, die diesjährig als Helfer eingesetzt waren, einfach, sich den Anforderungen zu stellen.
So überraschte auch der Rüde „Nesko vom Speedteam Bodensee“ mit seiner Hundeführerin Selina Luxenburger, die erstmalig auf der Landesmeisterschaft zu sehen waren, mit imposantem Agieren in Abteilung C. Bewegten sich beide bis hierhin aufgrund der Gleichmäßigkeit der bisher erlangten Punkte eher „unter dem Radar“, errangen sie final einen stolzen vierten Platz in der
Gesamtwertung.
Bei den jugendlichen Startern sahen sich die Hunde Robert Bösel als Helfer gegenüber und konnten beide mit einer guten Leistung überzeugen.
Insgesamt bot sich mir eine Kulisse an erstaunenswerten Leistungen, interessiertem Publikum und gelöster Stimmung – ebenso, wie man sich derlei Veranstaltungen wünscht.
Ich habe Leistungsrichter erlebt, die mit dem Herzen für die Starter dabei waren und untereinander absolut harmonierten, ich habe eine angenehm souveräne und warme Stadionstimme erleben dürfen (Danke Muna, dass du uns deine Stimme geliehen hast), ich habe Helfer gesehen, die verantwortungsbewusst ihre Aufgabe wahrnahmen und einen Verein, der sich wirklich Mühe gab, dies zu einem Höhepunkt werden zu lassen.
Für die Sportler habt Ihr wahrlich alles gegeben, in der Kulinarik gäbe es durchaus noch Steigerungsmöglichkeiten – aber auch Ihr seid begrüßenswerterweise bei moderaten Preisen geblieben – untermauert dies für mich doch immer ein hohes Maß an Leidenschaft für die Sache.
Ich persönlich war gern dabei und wünsche bereits jetzt allen Qualifizierten ein hohes Maß an Erfolg auf der nächsten Bundessiegerprüfung DVG in Westfalen.
SASKIA FELS, SCHRIFTWART DVG BB