Alle im Wettbewerb stehenden Teams hatten schon eine längere Qualifikationsstrecke in ihren Verbänden hinter sich und hier ging es jetzt um die Fahrkarte zur FCI-Weltmeisterschaft. Die Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung hatte die PSK OG Südharz übernommen. Motor des Ganzen war der Vorsitzende dieser OG, Guido Schulze, mit vielen engagierten Mitgliedern und deren Familienmitgliedern. Man sieht immer nur das Ergebnis der Vorbereitung und Durchführung an den Veranstaltungstagen, aber wie viel Arbeit darin steckt, alles optimal vorzubereiten, kann man nur erahnen. Die Beschaffung einer großen Anzahl von für die Fährten geeigneten Flächen, dazu bedarf es Einsatz- und Ablaufpläne, an die sich dann auch alle halten müssen. Wenn man dann wie in Großwechsungen nicht nur den sportlichen, sondern auch gesellschaftlichen Teil der Veranstaltung trägt, kommt da ein Rundumpaket mit vielen Dingen zusammen. Das alle „Rundum in Trab hält“.
Es waren rund 700 Hektar Fährtenfläche, die dem Ausrichter zur Verfügung standen, und das Gelände war nicht nur an einem Ort. Aber dafür hatten die Prüfungsleiter in den beiden Gruppen, Jens Richter und Michael Kötters und Maik Riemenschneider als Fährtenaufsicht immer alles fest im Blick, dabei wurden sie von qualifizierten Fährtenleger:innen und den Leistungsrichtern Frauke Ortmann (RZVH) und Frank Bukowski (DVG) unterstützt. Die eingesetzten Richter führen selbst aktiv in diesem Sportbereich und entsprechend geschult waren ihre Augen. So konzentriert wie dieses Team arbeitete, erging es auch den qualifizierten Hundeführern, die sich häufiger mit wechselnder Witterung und auch sehr schwierigen Bodenverhältnissen konfrontiert sahen und dann ihre Hunde motiviert durch die Fährten führen mussten.
Roswitha Dannenberg, VDH-Vorstand, und Daniele Strazzerie, Vorsitzender der VDH-Gebrauchshundkommission, hatten die Gesamtleitung und entsprechend sah man sie an allen Tagen im Fährtengelände. Selbstverständlich konnte auch der PSK-Vorsitzende, Michael Heimbs, vor Ort schon im Fährtengelände begrüßt werden. Bis auf die Rassen Bouvier und Dobermann waren alle anderen Gebrauchshundrassen und zusätzlich 3 English Cocker Spaniel und 1 Border Terrier im Wettbewerb. Die drei Wettkampftage erbrachten sehr unterschiedliche Leistungen, viele Teams waren von den großen Flächen, den unterschiedlichen Bodenverhältnissen und auch dem immer wieder wechselnden Wind sehr beeindruckt. 6 Teams ließen sich davon gar nicht beeindrucken und erzielten ein vorzügliches Ergebnis – 1 Malinois, 3 English Cocker Spaniel, 1 Border Terrier und 2 Dt. Schäferhunde lagen hier an der Spitze, gefolgt von 5 sehr guten, 7 guten und 1 befriedigenden Leistungen. Allerdings schafften 11 Teams kein bestandenes Prüfungsergebnis.
Die Siegerin, Claudia Tänzer, erreichte mit ihrem Malinois den Sieg mit 100/99 Punkten, gefolgt von Martin Rodzoch mit dem ECS Vin 97/99 und Andrea Piccenini und ihrem DS Finity mit 98/97. Diese Drei werden den VDH bei der FCI Weltmeisterschaft vom 7. – 12.4. in der Slowakei vertreten. Martin Rodzoch hätte eigentlich als Weltmeister des Vorjahres ebenfalls einen Platz im WM-Team, aber die FCI-Regeln schreiben vor, dass ein Hundeführer nur mit einem Hund starten darf. Diesem VDH-Team drücken wir ganz fest die Daumen – dass sie es können, haben sie schon mehrfach bewiesen.
Die VDH-Veranstaltung hat ein hohes Leistungsniveau und dies zeigt sich auch immer wieder bei der FCI-WM, denn die deutschen Teams erlangen dort recht häufig Titel und/oder obere Plätze. Das liegt sicherlich auch an den schwierigen Qualifikationen, die in Deutschland zu absolvieren sind, aber auch an der intensiven Ausbildung, die unsere Hundeführer mit ihren Hunden praktizieren. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, mit freundlicher Atmosphäre, Fachkompetenz, angefangen beim Verantwortlichen des ausrichtenden Vereins, über Fährteneinweiser, Fährtenleger, Prüfungsleitungen und Leistungsrichter. Alle haben ein Stück zum Gelingen beigetragen.
DANKE DAFÜR
Christa Bremer