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    GHS Szene

Bundessiegerprüfung der Fährtenhunde

24.-26.10.2025 in Meppen

Drei Tage BSP/BJSP mit 29 Teams. Aus 15 Landesverbänden stellten sich diese 29 Teams mit den unterschiedlichen Hunderassen den kritischen Augen der amtierenden Leistungsrichter, Frank Steffens und Markus Klukas. Im Wettbewerb standen 1 Airedale-Terrier, 3 English Cocker Spaniel, 10 Dt. Schäferhunde, 3 Hollandse Herder und 12 Malinois. Erstmalig hatten wir auch in dieser Sparte bei einer BSP einen Jugendlichen, Philix Schädlich (Spitzname Urmel), einen Grundschüler, der seinen Hollandse Herder souverän vorführte.
Fotos: Franzi Schädlich
Er wurde der erste Bundesjugendsieger Sparte Fährtenhund in unserer Verbandsgeschichte, übrigens wäre er im Ranking der Erwachsenen gelistet, hätte er den Platz 10 von 29 erreicht. Seine Mama, unsere LR Franzi Schädlich, war aufgeregter als der Sohn im Team mit seinem Hund. Ausgerechnet schon bei der Anmeldung fing es an zu regnen (unser Hund kann dieses Wetter gar nicht ab … der macht dann auf „beleidigt“). Nix war davon auf der Fährte festzustellen, doch etwas (das erfuhren wir aber erst bei der Beurteilung). Der schwarze Fuchs gab für sein junges Herrchen alles, daher war er auch bereit, natürlich nur ob des starken Windes, die Gegenstände leicht mit einer Pfote vorm Wegfliegen zu sichern. Mama war aufgeregt und gleichermaßen stolz darüber, was die beiden am ersten Tag so ablieferten. Sie sagte aber auch direkt, dass sie mit Sohn und Hund alle erdenkliche Unterstützung von Helfern und Startern hatte. Natürlich hoffte sie auf besseres Wetter für den 2. Tag. Nicht nur das Wetter war mehr als stürmisch, dann hörte man von allen Seiten und konnte es auch sehen – wahnsinnig viele Wildspuren – und dann noch ca. gefühlte 30 Minuten Fußweg bis zum Ansatz der Fährte durch den Acker.

Dieses Team überzeugte in der 2. Fährte mit 96 Punkten und hatte somit 90/96 erzielt. Eine traumhafte Leistung, zu der nicht nur das Team gehört, sondern auch die Helfer zu Hause, die Fährtengelände besorgen, Fährten legen und mit Absuchen und natürlich Mama und Papa. All die zusammen können jetzt sagen, es hat sich gelohnt.


Für mich war auch besonders bemerkenswert, dass wir in dieser Sparte eine so breite Rassevielfalt bei den Teilnehmern haben. Im Wettbewerb standen 1 Airedale-Terrier, 3 English Cocker Spaniel, 10 Dt. Schäferhunde, 3 Hollandse Herder und 12 Malinois.

Ausrichter war wieder einmal der Verein DVG Meppen mit seinen aktiven und gastfreundlichen Mitgliedern, die schon bei vielen nationalen Veranstaltungen bewiesen haben, was ein verläss­liches, arbeitsames Team so alles leisten kann. Sie sind einfach perfekte Gastgeber für unsere Hundesportveranstaltungen und das habe ich von allen Seiten gehört. Hinzu kommt die unkomplizierte, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Landwirten, Jagdpächtern und auch der Bundeswehr ohne die eine Veranstaltung in der Sparte Fährtenhund in dieser Größenordnung unmöglich wäre.

Auch von dieser Stelle noch einmal ein herzliches DANKESCHÖN an diesen Kreis und an das Team DVG Meppen, das die Veranstaltungstage zur schönen Erinnerung werden ließ und das, obwohl der Wettergott mit uns allen alles andere als gnädig war. Sturm, Regen, Niesel und Wind und Temperaturen, die wir vorher auch nicht hatten.

Die amtierenden Leistungsrichter Markus Klukas und Frank Steffens hatten einen schwierigen Job, nicht nur aufgrund der vielen Fährten und langen Strecken, sondern auch, weil ihnen richtig gute Leistungen präsentiert wurden und sie hier intensiv schauen mussten, um das Ranking zu finden.

In der Gesamtwertung war es dann 6 x Vorzüglich, 8 x SG, 11 x Gut und 3 x Mangelhaft. Zu diesem guten Gesamtbild trug sicherlich auch die qualifizierte Arbeit der eingesetzten Fährtenleger:innen bei, erfahrene Sportfreunde und Sportfreundinnen, denen ebenfalls ein herzliches Dankeschön für ihren uneigennützigen Einsatz gebührt.

Es war rundherum für alle Teams eine gelungene Veranstaltung und das sagten nicht nur die Sieger. Von den 29 erwachsenen Teams konnten nur drei das angestrebte Ausbildungskennzeichen nicht erreichen.

Diese Drei und der Viertplatzierte Michael Tomcak und zusätzlich Martin Rodzoch mit seinem Weltmeister Maffey werden den DVG bei der VDH-DM vertreten.

Wir gratulieren und wünschen weiterhin viel Erfolg.
Christa Bremer
Die Sieger
Bettina Balters mit ECS: Asgard 98/100
Zweitplatzierte
Petra Boer mit Mali: M’Jet 98/99
Drittplatzierter
Martin Rodzoch mit dem jungen ESC: Vin Diesel 99/98
Fotos: Christoph Gohl
Foto: Franzi Schädlich
Alle anderen Ergebnisse sehen Sie auf der DVG-Webseite: www.dvg-hundesport.de
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VDH Deutsche Meisterschaft der Fährtenhunde 2025

in Großwechsungen

Zur VDH-DM-FH 2025 reisten aus 11 VDH-Verbänden 30 Starter:innen nach Großwechsungen an, um sich mit ihren Hunden den Anforderungen dieser Meisterschaft zu stellen. Im Wettkampf standen Malinois, English Cocker Spaniel, Deutsche Schäferhunde, Border Terrier, Hovawart, Riesenschnauzer, Airedale-Terrier, Rottweiler und Boxer. Leider fehlten Bouvier und Dobermann.
Die Sieger: 1. Claudia Tänzer, 2. Martin Rodzoch, 3. Andrea Piccenini
Foto: Roswitha Dannenberg
Alle im Wettbewerb stehenden Teams hatten schon eine längere Qualifikationsstrecke in ihren Verbänden hinter sich und hier ging es jetzt um die Fahrkarte zur FCI-­Weltmeisterschaft. Die Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung hatte die PSK OG Südharz übernommen. Motor des Ganzen war der Vorsitzende dieser OG, Guido Schulze, mit vielen engagierten Mitgliedern und deren Familienmitgliedern. Man sieht immer nur das Ergebnis der Vorbereitung und Durchführung an den Veranstaltungstagen, aber wie viel Arbeit darin steckt, alles optimal vorzubereiten, kann man nur erahnen. Die Beschaffung einer großen Anzahl von für die Fährten geeigneten Flächen, dazu bedarf es Einsatz- und Ablaufpläne, an die sich dann auch alle halten müssen. Wenn man dann wie in Großwechsungen nicht nur den sportlichen, sondern auch gesellschaftlichen Teil der Veranstaltung trägt, kommt da ein Rundumpaket mit vielen Dingen zusammen. Das alle „Rundum in Trab hält“.

Es waren rund 700 Hektar Fährtenfläche, die dem Ausrichter zur Verfügung standen, und das Gelände war nicht nur an einem Ort. Aber dafür hatten die Prüfungsleiter in den beiden Gruppen, Jens Richter und Michael Kötters und Maik Riemenschneider als Fährtenaufsicht immer alles fest im Blick, dabei wurden sie von qualifizierten Fährtenleger:innen und den Leistungs­richtern Frauke Ortmann (RZVH) und Frank Bukowski (DVG) unterstützt. Die eingesetzten Richter führen selbst aktiv in diesem Sportbereich und entsprechend geschult waren ihre Augen. So konzentriert wie dieses Team arbeitete, erging es auch den qualifizierten Hundeführern, die sich häufiger mit wechselnder Witterung und auch sehr schwierigen Bodenverhältnissen konfrontiert sahen und dann ihre Hunde motiviert durch die Fährten führen mussten.

Roswitha Dannenberg, VDH-Vorstand, und Daniele Strazzerie, Vorsitzender der VDH-­Gebrauchshundkommission, hatten die Gesamtleitung und entsprechend sah man sie an allen Tagen im Fährtengelände. Selbst­verständlich konnte auch der PSK-Vorsitzende, Michael Heimbs, vor Ort schon im Fährtengelände begrüßt werden. Bis auf die Rassen Bouvier und Dobermann waren alle anderen Gebrauchshundrassen und zusätzlich 3 English Cocker Spaniel und 1 Border Terrier im Wettbewerb. Die drei Wettkampftage erbrachten sehr unterschiedliche Leistungen, viele Teams waren von den großen Flächen, den unterschiedlichen Bodenverhältnissen und auch dem immer wieder wechseln­den Wind sehr beeindruckt. 6 Teams ließen sich davon gar nicht beeindrucken und erzielten ein vorzügliches Ergebnis – 1 Malinois, 3 English Cocker Spaniel, 1 Border Terrier und 2 Dt. Schäferhunde lagen hier an der Spitze, gefolgt von 5 sehr guten, 7 guten und 1 befriedigenden Leistungen. Allerdings schafften 11 Teams kein bestandenes Prüfungsergebnis.

Die Siegerin, Claudia Tänzer, erreichte mit ihrem Malinois den Sieg mit 100/99 Punkten, gefolgt von Martin Rodzoch mit dem ECS Vin 97/99 und Andrea Piccenini und ihrem DS Finity mit 98/97. Diese Drei werden den VDH bei der FCI Weltmeisterschaft vom 7. – 12.4. in der Slowakei vertreten. Martin Rodzoch hätte eigentlich als Weltmeister des Vorjahres ebenfalls einen Platz im WM-Team, aber die FCI-­Regeln schreiben vor, dass ein Hundeführer nur mit einem Hund starten darf. Diesem VDH-Team drücken wir ganz fest die Daumen – dass sie es können, haben sie schon mehrfach bewiesen.

Die VDH-Veranstaltung hat ein hohes Leistungsniveau und dies zeigt sich auch immer wieder bei der FCI-WM, denn die deutschen Teams erlangen dort recht häufig Titel und/oder obere Plätze. Das liegt sicherlich auch an den schwierigen Qualifikationen, die in Deutschland zu absolvieren sind, aber auch an der intensiven Ausbildung, die unsere Hundeführer mit ihren Hunden praktizieren. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, mit freundlicher Atmosphäre, Fachkompetenz, angefangen beim Verantwortlichen des ausrichtenden Vereins, über Fährteneinweiser, Fährtenleger, Prüfungsleitungen und Leistungsrichter. Alle haben ein Stück zum Gelingen beigetragen.

DANKE DAFÜR
Christa Bremer
Gratulation an Marco Apitz – mehrfacher erfolgreicher Teilnehmer der FCI WM FH
Foto: Heinz-Erich Löhr
Die Gesamtleitung: Roswitha Dannenberg und der Vereinsvorsitzende Guido Schulze
Foto: Heinz-Erich Löhr
Die Siegerpokale
Foto: Roswitha Dannenberg