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    Rettungshund Szene

Die 29. IRO-Weltmeisterschaft der Rettungshunde fand vom 16. – 21.9.2025 in Londonka in Tschechien statt.

Der Ausrichter um Daniel Sedlák (K9 Rescue CZ) hat eine tolle Veranstaltung auf die Beine gestellt. Die Trümmer- und Flächensuchen fanden direkt in Londonka und die Unterordnung fand auf dem Fußballplatz der Stadt Rapšach statt. Rapšach ist ca. 10 Autominuten von Londonka entfernt.
Vom DVG hatte sich ein weibliches Quartett qualifiziert. Es starteten in den Trümmern Madlen Wellnitz mit ihrem Pille (Xenophilius vom Räuberschlag) und Sabine Harnisch mit Hubert. In der Fläche hatten sich Marion Scheidner mit Leni (Effendra sang de loups) und Patricia Lemke mit Idefix de l’ami des chevaux qualifiziert.

Am Montag trafen sich die schon am Ort weilenden Personen vom Gesamtdeutschen Team (DVG, SV, BRH, Canifit, RHZ-T, @fire) zu einem gemütlichen Abendessen in einer in der Nähe befindlichen Pizzeria. Man freute sich bekannte Gesichter wieder zu sehen und die „Neuen“ kennenzulernen.

Am Dienstagmorgen traf sich das DVG-Team zur Anmeldung und der Tierarztkontrolle, die alle problemlos bestanden haben. Mittags bei der Mannschaftsführerbesprechung wurden dann die Szenarien für die 3 Sparten vorgestellt. Da der DVG kein Fährten-Team stellen konnte, spare ich dieses Szenario aus.

Bei den Trümmern ist ein Kleinflugzeug abgestürzt und in ein Gebäude gestürzt und daher wurden mindestens 3 Menschen vermisst. Aufgrund von Chemikalien gab es eine „No Go Area“, durch die die Hunde nicht gehen durften, da hier vorher fiktiv ein Foto-Labor bestand und Gefahr für die Gesundheit bestand. Aufgebaut waren die Trümmer grob in zwei Bereiche. Begrenzt wurde der vordere Bereich durch ein Gebäude, und zwar hinten und an der linken Seite. Im vorderen Bereich befanden sich die verschiedenen Trümmerkegel, in denen Reifenstapel, das Kleinflugzeug, Autos und Frachtcontainer aufgebaut waren. Hier gab es auch einen Zugang zum Gebäude, der allerdings die „No-Go Area“ war. Für den Hund des Hundeführers gab es auf der linke Seite vom Gebäude den Zugang zum Gebäude, was ebenfalls vom Hund selbsttätig abgesucht werden musste. Der Hundeführer durfte sich vor den Trümmerkegeln und ein kleines Stück auf der linken Seite des Gebäudes bewegen.

In der Flächensuche wurden 3 Wanderer in einem Waldgebiet vermisst. Über diese Personen gab es keine Informationen seitens der meldenden Person. Auch hier gab es eine „No-Go Area“. Einen Teich, der mit einem Stromzaun umzäunt war. Das Suchgebiet wurde auf der rechte Seite erst durch das Ende eines Gebäudekomplexes begrenzt, nach den Gebäuden war die Grenze ein Fluss. Auf dieser Seite fiel das Gelände vom Weg steil ab. Durch den starken Bewuchs war das Gelände nach den Gebäuden schlecht bis gar nicht einsehbar. Auf der linke Seite des Weges stieg das Gelände an und auch hier konnte man die Grenze teilweise, aufgrund der leichten Steigung, nicht einsehen.

Vom Hauptrichter der Trümmer wurde das Trümmergelände als mittelschwer bezeichnet, hatte aber eindeutig seine Tücken. Das Flächengelände hatte ein sehr gutes Niveau und mein Respekt an die Richter, die diesen Steilhang eine Woche hoch und runter mussten. Denn der Steilhang hatte es für Mensch und Hund in sich.

Mit diesen Informationen ging es dann zur Eröffnungsfeier. Die Teams trafen sich vor dem Stadion und wurden, von einer Blaskapelle angeführt, ins Stadion geleitet. Wie immer ein toller Moment so viele Teams und Nationen zu sehen.

Nach der Eröffnung wurden die ersten Fotos gemacht und es ging direkt weiter zur Auslosung. Leider war uns zeitlich das Losglück nicht hold und es gab einige Zeitüberschneidungen bei den vier Startern.
Mannschaftsführerbesprechung
Anmeldung/Tierarztkontrolle
Das dt. Team
Das dt. Team
Madlen und Pille, Patricia und Idefix
Madlen und Pille, Patricia und Idefix
Am Mittwoch startete Marion mit Leni um 9 Uhr in der Unterordnung. Obwohl es optisch eine sehr schöne Vorführung war, hatten sich leider ein paar gröbere Fehler eingeschlichen und das Team erhielt 76 Punkte. Fast zeitgleich kämpfte sich Madlen mit Pille durch die Trümmer. Obwohl beide stark kämpften, konnte Pille leider nur 2 Personen finden und sie erhielten 66 Punkte. Damit war für das DVG-Team die Morgen-Session beendet. Am Nachmittag startete dann noch Sabine mit Hubert in ihrer 1. WM-­Unterordnung. Es war eine sehr harmonische Vorführung von Sabine mit ihrem Hubi. So konnten sie sich 87 Punkte erarbeiten.

Am Donnerstag mussten Patricia und Idefix in der Flächensuche antreten. Leider fanden auch sie nur 2 Personen, da sie am Gebäudekomplex eine Person überliefen. Dennoch zeigte Idefix insgesamt eine tolle Arbeit und das Team erhielt 130 Punkte. Die anderen Teams vom DVG hatten ansonsten am Donnerstag frei und man unterstützte die anderen deutschen Teilnehmer, wo es passte.

Am Freitag eröffnete Sabine mit Hubert die Starts für das DVG-Team. Um 10 Uhr ging es für Sie in den Trümmern los. Hubert arbeite sich gut durch die Trümmer und konnte alle drei Personen finden. Dennoch reichte es leider nicht um die Suche zu bestehen und Sie erhielten 104 Punkte.

Am Nachmittag starteten wieder fast zeitgleich Marion in der Suche und Madlen in der Unterordnung. Bei schweren Witterungsverhältnissen konnte Leni, trotz intensiver Arbeit, nur eine Person finden und das Team konnten sich 53 Punkte erarbeiten. Madlen zeigte währenddessen in der Unterordnung, dass Pille noch lange nicht „zum alten Eisen“ gehört und er ein top Hund ist; und sie erliefen starke 93 Punkte in der Unterordnung. Das war eine sehr gute Leistung von den beiden, auf die sie stolz sein können.

Am Samstag startete vom DVG-Team keiner und wieder unterstützte man die anderen deutschen Teams, wo es ging.

Am Sonntag blieb noch die Unterordnung von Patricia mit Idefix. Trotz eines kleinen Unfalls beim Detagieren wurde die Unterordnung mit sehr guten 90 Punkten belohnt. Damit konnte leider keines der Teams das Ziel erreichen, die Prüfung zu bestehen. Dennoch zeigten alle vier Teams, dass sie es verdient hatten mit den Besten der Welt um Punkte zu kämpfen.

Nachmittags folgte die Siegerehrung und vorab der Einmarsch der Nationen und die Abschlusszeremonie. Dieses Mal begleitete ein Trachtenverein den Einmarsch der Nationen und diese führten einige Tänze aus dem landestypischen Brauchtum vor. Für das Gesamtdeutsche Team gab es den Weltmeistertitel von Brigitte Sauter (SV) zu bejubeln. Sie zeigte mit Ihrer Hündin Asuka in der Fährte eine grandiose Leistung.

Insgesamt war die Weltmeisterschaft eine gelungene Veranstaltung. Auch das Wetter spielte mit. Die Suchgelände waren einer Weltmeisterschaft würdig und alle Teams hatten vergleichbare Bedingungen. Ein wenig Losglück gehört immer dazu. Der Zusammenhalt im gesamten deutschen Team war super und man hatte das Gefühl, dass jeder den anderen unterstützt hat. So muss das sein. Ich bin stolz diese kleine Mannschaft als Mannschaftsführer begleitet zu haben.
Patricia Lemke
Fotos: privat (Teammitglieder)
Fakten einprägen vor der Fährte
M. Wellnitz mit Hund bei der Suche in den Trümmern