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DVG-Bundessieger- und Bundesjugend­siegerprüfung der Gebrauchshunde 2025 in Reken

Am letzten Wochenende im April fand in der Kreis­gruppe Münsterland im Verein VFGB Reken die dies­jährige Bundessiegerprüfung im Stadion Gevelsberg in Reken statt. 60 Starter hatten die Möglichkeit, sich im Wettkampf zu messen, an den Start gingen 53 Erwachsene und 2 Jugendliche.
Alle Teams sind zur Siegerehrung im Stadion Foto: Jan Scholz
Blick auf die Zuschauer Fotos: Jan Scholz
Wie immer, wenn eine Großveranstaltung in der Kreisgruppe Münsterland durchgeführt wird, ist allen klar: Fährtengelände für alle Starter einheitlich, Gemeinden, Landwirte, Jagdeigner und -pächter unterstützen unsere Veranstaltungen immer hervorragend, indem wir ihre Agrarflächen an den Veranstaltungstagen nutzen dürfen. Das ist nicht überall so unproblematisch wie gerade in dieser Region, dafür sind wir sehr dankbar und freuen uns immer wieder über diese tolle Zusammenarbeit. Die in der Fährte eingesetzten Fährtenleger*innen kamen nicht nur aus dem IGP- sondern auch aus dem FH-Bereich, natürlich machte es denen nicht nur Freude, bei der BSP Fährten zu legen, sondern alle brachten Erfahrung und Herzblut für diese Abteilung mit. Als LR in der Fährte war Wolfhard Klüter eingesetzt.

Nehme ich die Ergebnisse aus der Fährte, sind diese aus zweierlei Gründen erwähnenswert, von den 53 erwachsenen Startern erreichten in dieser Abt. nur 4 Teams nicht das Ziel, vorzügliche Benotungen (wovon eine Teilnahme leider im weiteren Prüfungsverlauf aufgrund von Verletzung eines Hundes abgebrochen werden musste) erzielten 15 Teams. Bei den 2 Jugendlichen zeigte das Team in IGP 1 eine vorzügliche und das Team IGP 3 eine sehr gute Leistung.
Bei dem Acker auch noch so heiß – ob das gut geht? Foto: Sandra Hofstetter
Das Team und der LR auf der Fährte Foto: Sandra Hofstetter
Fährte erfolgreich beendet – Besprechung durch LR und Dokumentation PL Fährte beglückwünscht Verein und Starter zur gelungenen Veranstaltung Foto: Sandra Hofstetter
Alle Teams sind zur Siegerehrung im Stadion Foto: Jan Scholz
Blick auf die Zuschauer Fotos: Jan Scholz
Bei dem Acker auch noch so heiß – ob das gut geht? Foto: Sandra Hofstetter
Das Team und der LR auf der Fährte Foto: Sandra Hofstetter
Fährte erfolgreich beendet – Besprechung durch LR und Dokumentation PL Fährte beglückwünscht Verein und Starter zur gelungenen Veranstaltung Foto: Sandra Hofstetter
Die Abt. B wurde von Sue Chandraratne bewertet, die insgesamt sehr streng die Leistungen in der Abt. B bewertete. Aber das war zu erwarten, Sue ist eine Hundesportlerin, die sich selbst mehrfach erfolgreich auf nationalen und internationalen Wettbewerben der Konkurrenz stellte und dort ganz besonders mit vorzüglichen Leistungen gerade in der Abt. B hervorstach, also die Messlatte lag hoch und daher gab es in B kein einziges Team, das die Höchstbewertung „Vorzüglich“ erreichte. (Übrigens, ansonsten wurden ja immer die weiblichen Sportlerinnen belächelt, da diese i.d.R. nicht so gute Wurftechniken haben, wie die männlichen Kollegen. In diesem Jahr, stand ja erstmalig gem. der neuen PO an, dass der Bereich hinter Kletterwand und Hürde sowie auch auf ebener Erde gekennzeichnet war. Es war unsere Sportfreundin aus den USA, die dieses hervorragend meisterte (da soll noch einmal jemand sagen: Trockenübungen – wofür machen die amerikanischen Konkurrenten das beim Training – Frage beantwortet???) Also nächste Übungsstunde Trockentraining für das Werfen des Bringholzes.

Die Abt. C bewertete Franz-Josef Schwan, der von den Schutzdiensthelfern Benny Breier und Lars Kamp unterstützt wurde, die natürlich beide ein „Backup“ durch Jan Steffens und Steve Berlage hatten. In dieser Abteilung sahen die Zuschauer, welche Aufgabe hier dem Hundeführer und dem Hund im Zusammenspiel, im gegenseitigen Vertrauen und in der sauberen Ausführung beigemessen werden muss.

Hier geht es um die Mensch-Hund-Beziehung genauso, wie um die Triebhaftigkeit des Hundes und den gelenkten Gehorsam. Ich nehme hier bewusst, den spektakulären Vorfall während des Ablaufs im Schutzdienst vom Team Andre Fermum mit seinem „jungen“ Hund Kenzo vom Streitwald. Das Team brachte das höchste SG aus der Ab. B mit, sie hatten also gezeigt, dass sie gut mitein­ander harmonieren und Hörzeichen befolgte Kenzo sehr gut und motiviert. So war es auch im Schutzdienst. Im zweiten Teil des Schutzdienstes – Abwehr eines Angriffes aus der Bewegung lief Lars diesem stark gestikulierend entgegen, als die entsprechende Entfernung zwischen und Hund und Hundeführer erreicht war, setzte Andre seinen Hund mit entsprechendem Hörzeichen zur Abwehr ein.

Dieser Hund entwickelte ein Tempo (ich möchte die Kiloponds nicht messen), mit dem er ungebremst den Anbiss in den Ärmel nahm, Lars von dieser Wucht überrascht war und in einem Bruchteil von Sekunden drehte der Hund mit dem Ärmel eine kurze Runde, um sich dann sofort Richtung Hundeführer zu bewegen. Wir alle hielten den Atem an und ich glaube, Andre war dem Infarkt näher als jeder andere von uns. Franz-Josef Schwan und Kl.-Jürgen Glüh (LRO/PL Abt. B und C) hatten die Situation genauso beurteilt, wie die meisten Zuschauer auch. Es wurde verlangt, die Übung ab da zu wiederholen, von da sie nicht mehr po-gerecht zu Ende geführt werden konnte. Andre und Kenzo haben einmal mehr gezeigt, dass die Arbeit der beiden auf gegenseitigem Vertrauen beruht, denn solch eine Situation ist nicht vorausschauend trainierbar. Das Team stellte sich der Aufgabe, bei Einstellung des Überfalls ließ Kenzo ohne Beanstandungen aus und auch die folgenden Übungen waren vorzüglich. Sodass die Abt. C insgesamt mit „Vorzüglich“ bewertet wurde. Genau hier wurde zwar ungewollt gezeigt, was es heißt, einen Gebrauchshund auch in hohen Triebsituationen steuern zu können. Über die Entscheidung bzgl. der Wiederholung der Übung zollten die Zuschauer auch dem verantwortlichen Richterteam entsprechenden Applaus.
Chantal Großmann (die diesen Sport schon als Kind ausübte)
Beate Kretschmann
Aufmerksame Bewachung des Helfers
Anja Haase, Meckl.-Vorp.
Stellen des Schutzdiensthelfers Fotos: Jan Scholz
Die gesamte Veranstaltung war von positiver Stimmung getragen und das lag nicht nur an den tollen Leistungen der Hunde, sondern auch am Veranstaltungsort, an der großartigen Vorbereitung und Durchführung dieser Veranstaltung durch die Mitglieder des DVG MV Reken und deren Familienangehörige, die während der gesamten Veranstaltung an den Stellen, wo sie benötigt wurden, immer vor Ort waren. Dieses Team hat sich selbst, aber auch mit dem Stadion, den Parkmöglichkeiten für die HF und den kurzen Wegen ins einheitliche Fährtengelände qualifiziert für höhere Aufgaben, z.B.: für die VDH-DM IGP.

So wie der sportliche Teil der Veranstaltung war, ging sie auch mit einer ansprechenden Siegerehrung zu Ende. Die auch vom Schirmherrn, Herrn Bürgermeister Deitert besucht wurde und wir uns so auch direkt bei der Gemeinde für die freundliche Aufnahme bedanken konnten.

Der DVG kann erfahrene und erfolgreiche Hundeführer*innen als Team zur VDH-DM und den jugendlichen Starter in IGP 3 zur VDH-DJM entsenden. Denen wir dort viel Glück wünschen

WOLFGANG PAHL / CHRISTA BREMER
Die DVG-Jugendmeister BSP IGP
Bundessieger Andre Fermum und Vize-BS Maike van Staa und 3. Platz Björn Pansegrau
Die vier Schutzdiensthelfer
Ein Dank an den „ZWEITAKT-Motor“ des Vereins: an Josef und Marlies Niewerth
Bürgermeister Deitert Fotos: Jan Scholz
Die DVG-Jugendmeister BSP IGP
Bundessieger Andre Fermum und Vize-BS Maike van Staa und 3. Platz Björn Pansegrau
Die vier Schutzdiensthelfer
Ein Dank an den „ZWEITAKT-Motor“ des Vereins: an Josef und Marlies Niewerth
Bürgermeister Deitert Fotos: Jan Scholz