Hier musste der Hund verweilen, bis er zum Hundeführer abgerufen wurde. Auch wenn die Augen der Hunde scheinbar was anderes sagten, ließen es sich ausnahmslos alle klaglos gefallen und kehrten dann auf Abruf freudig zum Hundeführer zurück. Die Übungen auf den Geräten, waren die weiteren Highlights. Als erstes die Schaukel. Unglaublich wie geschickt die Hunde, ob groß oder klein, hier auf der sehr langen und wackeligen Schaukel liefen, um an das entfernte Ende zu kommen, und hier zu warten bis sie auf das Kommando Fuß heruntergerufen wurden. Auch die lange waagerechte Leiter stellte für die geschickten Hunde kein Problem dar. Laufen bis an die letzte Sprosse und warten bis der Hundeführer den Hund herunterträgt und absetzt. Kein Thema für die Hunde. Selbst der lange Tunnel, der bis zur Mitte rund und am Ende platt auf dem Boden lag, wurde von allen Hunden ohne Probleme durchlaufen, obwohl es dort drin aufgrund des sonnigen Wetters bestimmt unangenehm warm war. Aber dann war es geschafft und der Prüfungsteil UO und Gewandtheit war für das Team geschafft. Nun war das zweite Team aus der Ablage an der Reihe, um die gleichen Übungen zu machen. Nun gab es per Lautsprecher, die ausführliche Besprechung und Bewertung der beiden Leistungen durch die estnische Leistungsrichterin. Diese wurde noch vom Englischen ins Deutsche übersetzt. Für manches Team ging es dann nachmittags weiter zur Nasenarbeit (Trümmersuche in Leverkusen oder Flächensuche in Essen bzw. Fährtensuche in Bottrop-Kirchhellen). Umgekehrt waren dann ein paar Teams die vormittags Nasenarbeit gemacht hatten, nachmittags mit der UO und Gewandtheit an der Reihe.
Am Sonntag wurde dann auf der Platzanlage weitergemacht, mit Unterordnung und Gewandtheit. Leider hatten nicht alle Prüflinge die Nasenarbeit bestanden, sodass diese Teams nicht mehr zur UO und Gewandtheit antraten. In einer längeren Pause wurden dann die Sieger festgestellt und die Wartezeit bis zur Ankunft der Bürgermeisterin Gaby Schäfer und anschließender Siegerehrung mit vielen Gesprächen und leckerem Essen und Trinken überbrückt. Die Ankunft der Bürgermeisterin war dann das nächste Highlight. Mit großer Empathie und Herzlichkeit ging sie, als Hundefreundin bekannt, auf Hund und Hundeführer zu und sprach mit vielen Teilnehmern, streichelte Hunde wo immer auch einer stand. Beim Einzug der Teams auf den Platz war sie ebenfalls begeistert, wie toll dies wäre und super organisiert. Eine sehr schöne Rede hatte sie auch noch vorbereitet und sprach auch von der Wichtigkeit der Veranstaltung und der Arbeit der Hunde. Bei der Siegerehrung ließ sie es sich nicht nehmen, allen Siegern herzlichst zu gratulieren. Besonders der kleinste Sieger, ein Jack Russell, hatte es ihr besonders angetan. Nochmals ganz herzlichen Dank an Frau Bürgermeisterin. Alles in allem war dies für uns eine anstrengende, aber aufgrund der vielen Erlebnisse und Erfahrungen, unvergessliche Woche. Wir haben alte Freundschaften wiederaufleben lassen und neue Freundschaften geschlossen, tolle Gespräche geführt und festgestellt, dass RH Sportler und RO/THS Sportler sehr gut zusammenpassen. Was noch positiv auffiel war das, obwohl viele Hunde vor Ort waren, es erstaunlich ruhig war. Kein Hund war aufgedreht, zur Freude der Nachbarn gab es kaum lautes Gebelle. Zum Schluss möchte ich noch dem blauen Team vom HSV Bochum Eppendorf danken, welches sich unermüdlich in die Arbeit gestürzt hat, um unsere Gäste zu bewirten. Ganz herzlichen Dank dafür.
HUBERT ZENZ (HSV BOCHUM EPPENDORF)