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    Die Lena-Lustig-Kolumne

Futter, das Wärme spendet

Es wird nun bald wieder kälter und da ich sehr kurzes Fell habe, und mittlerweile zu den Senioren gehöre (auch wenn ich mich so fühle, als sei ich erst 6 Jahre alt), bekomme ich, sobald es ins Freie geht und es richtig kalt ist, einen Mantel angezogen.
Es gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit uns Hunde – quasi von innen – zu wärmen. Anneke hat vor Jahren die TCM (die Traditionelle Chinesische Medizin) erlernt, das war noch bevor ich geboren wurde, denn sie erzählt gerne, dass sie mich, als Belohnung für die bestandene Prüfung und das Lernen zuvor, zu sich genommen hat.

In der TCM schreibt man bestimmten Nahrungsmitteln eine thermische Eigenschaft zu, so hat jedes Nahrungsmittel seine energetische Eigenschaft, die hilft, den Körper in der Balance zu halten. Jedes Lebensmittel – ob Gemüse, Getreide, ob Proteine, Kräuter usw. – wird eingeteilt in: neutral – kühlend – wärmend bzw. heiß. Die wärmenden Lebensmittel beschreiben das Gefühl, wie man sich, nachdem man diese verspeist hat, fühlt.

Die TCM teilt sich grundsätzlich in Yin und Yang ein. Alle Dinge in unserem Universum haben einen Yin- und Yang-Aspekt. Yin und Yang stehen in ständiger Wandlung zueinander, so dass man sie sich als eine Art fließendes System vorstellen kann. Yin und Yang sind unterschiedlich und gegensätzlich, jedoch nicht voneinander trennbar. Die Gesundheit stellt ein Gleichgewicht zwischen Yin und Yang dar.
Fotos: Anneke Freudenberger
Fotos: Anneke Freudenberger
Yin bedeutet das Stoffliche und hat einen passiven Charakter. Yang ist das Aktive und gleichzusetzen mit der aktiven Kraft eines Organismus. Yin-reiche Lebensmittel haben einen kühlenden Effekt und sind in den Sommermonaten gut zu verspeisen. Zu den Yin-reichen Lebensmitteln zählen zum Beispiel: Gurke und Zitrusfrüchte. Im Winter greifen Menschen eher zu den wärmeren Yang-„haltigen“ Nahrungsmitteln, die von innen wärmen und den Stoffwechsel hochfahren.

Für uns Hunde bedeutet das, sofern wir es vertragen, dass wir wärmendes Fleisch wie Huhn und Lamm verzehren und Getreide wie Haferflocken dazu verspeisen könnten. Da Anneke eine Frostbeule ist, isst sie auch im Sommer stets Haferflocken zum Frühstück.

Älteren Hunden können die wärmenden Futterportionen helfen, den Stoffwechsel und die Blutzirkulation anzufeuern und dadurch die gegebenenfalls von Arthrose geplagten Gelenke zu entlasten. Zusammenfassend einige Vorschläge, welche wärmespendenden Nahrungsmittel uns gut tun können:
Leber, Hühnerleber, Huhn, Wild, Shrimps, Thunfisch, Truthahn
Getreide: Haferflocken, Reis
Gemüse: Grünkohl, Süßkartoffeln, Kürbis
Kräuter und Co.: Basilikum, Dill, (Nelke – Dosierung!), Fenchel, Rosmarin, Salbei, Thymian, Kurkuma, Esskastanie, Walnüsse, Kokosnuss.

Kommt gut und warm durch die kalte Jahreszeit und bis wir uns Wiedersehen bleibt bitte Mopsfidel und Boston-gesund.

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