Landesmeisterschaft Fährtenhunde 2025

Die Besten kämpften beim GHSV Tungendorf Neumünster vom 27. – 28.09. um die Fährtenhundmeisterschaft 2025.
Am Samstag um 8.45 Uhr trafen sich die qualifizierten Hunde­sportler zur Landesmeisterschaft FCI IGP FH und die Teilnehmer des Pilotprojekts Fährte in den Stufen IFH 1 – 3 beim GHSV Tungendorf zur diesjährigen Meisterschaft. 3 Teilnehmer in der IGP FH sowie 8 Teilnehmer des Pilotprojekts stellten sich bei sonnigem, aber windigem Wetter der Herausforderung auf trockenem schwarzem Acker.

Unter der fachkundigen Einweisung von Kai Dießner gaben die Fährtenleger Carina Conradt, Matthias Hansson, Nico Süfke und Waldemar Schulze alles und legten tadellose Fährten. Zum Legen der Verleitung wechselten sich Walli und Carina jeden Tag ab. Unter den wachsamen Blicken der Leistungsrichterin Bianca Mangelsen wurden zuerst die IGP FH abgesucht. Hier vergab sie 3-mal das Prädikat gut. Für die im Anschluss gesuchten FH 1 gab es 2-mal das Prädikat befriedigend und einmal gut.

Nach der Mittagspause, hier gab es im Gelände einen leckeren Eintopf, wurde die FH 3 abgesucht. Leider musste die erste Fährtenarbeit abgebrochen werden. Auch die nächste Fährte wurde nicht mit einem Bestanden belohnt, hier gab es für die Arbeit nur 68 Punkte

Der zweite Tag startete mit den beiden FH 2, endlich das ersehnte sehr gut als Prädikat für beide Teilnehmer. Nun folgten die 3 IGP FH. Gespannt wurden die Fährten begutachtet, die auf Acker mit Zwischenfrucht abgesucht wurden. Sabrina ersuchte sich mit der Hündin 90 und gesamt 180 Punkte. Endlich eine Qualifizierte für die BSP FH. Danach suchte Matthias mit Gloria, hier gab es für beide 87 gesamt 170 Punkte. Zur letzten Fährte trat Hardy mit Vada an und bekam 95 Punkte für die Arbeit, gesamt ebenfalls 180 Punkte.

Da Hardy das höhere Ergebnis in der zweiten Fährte hat, trägt er den Titel Landesmeister FH 2025 und vertritt uns auf der BSP FH in Meppen. Für Sabrina, die ebenfalls zur BSP qualifiziert ist sind die Daumen für einen Startplatz gedrückt.

Die Siegerehrung fand dann im Verein statt, an der auch der 1. Vorsitzende des Landesverbandes, Volker Sulimma, teilnahm, der ebenfalls an beiden Tagen im Gelände war.

Mein Dank geht an den Ausrichter, den GHSV Tungendorf, unter der Leitung der 1. Vorsitzenden Sandra Dämmrich und ihren Mitgliedern, die uns an beiden Tagen vorzüglich betreut und versorgt haben. Die ebenfalls an beiden Tagen für die Teilnehmer ein gleichmäßiges Fährtengelände zur Verfügung gestellt haben und die Fährtenleger, die an beiden Tagen im Gelände ihr Bestes gaben.

Ein herzliches Dankeschön an die zahlreichen Zuschauer im Gelände und bei der Siegerehrung, was bei einer FH ja nicht selbstverständlich ist, aber der Veranstaltung den würdigen Rahmen gaben.

BÄRBEL SÜFKE, PL

Peter Mellenthin mit Vicky
Regina Langholz mit Yoris
Landesmeister 2025 Hartmut Meyer mit Vada de Maribo
Sabrina Heinemeier mit Kleine Mü und LR Bianca Mangelsen
Fotos: Bärbel Süfke

Obedience Bundessiegerprüfung 2025

Am 27./28. September fand die Bundessiegerprüfung im Obedience beim GHSV Weeze e.V. statt.
Team Schleswig-Holstein Foto: Maraike Bartelsen
Der LV Schleswig-Holstein war in diesem Jahr mit 4 Starterinnen vertreten, alle vom Obedience Club Nord: Elena Roth, Maraike Bartelsen, Daria Fomina und Sina Tramm. Als Mannschaftsführer durfte ich, Klaus-­Dieter Wilken, als Obmann Obedience, die Damen begleiten. Am Freitag, den 26. September, war ich pünktlich um 14.00 Uhr zum Trainingsbeginn auf der Platzanlage.

Am Samstagmorgen, 8.15 Uhr, war es so weit – alle Starter versammelten sich zum Einmarsch. Nach der Begrüßung durch den DVG-Präsidenten Christoph Holzschneider ging es dann auch zügig los. Es gingen, bei sehr schönem Wetter, die Klassen 1 und 2 an den Start.

In Klasse 1 hatten sich Synje Dirks qualifiziert, Synje musste aber kurzfristig absagen. In der Klasse 2 ist Maraike mit ihrem Piet gestartet. Bei Maraike hat es am Ende nicht ganz gereicht, es war aber trotzdem eine sehr schöne Vorführung. Bei den Positionen aus der Bewegung hat es eine 0 gegeben, es war eine schöne Übung, beide Positionen wurden gezeigt, die 0 hat viele Fragezeichen aufgeworfen. In der Klasse 2 sind 15 Teams gestartet, Maraike belegte am Ende den 12. Platz. Am Ende des ersten Tages haben wir noch die Gruppenübungen der Klasse 3 gesehen. Hier wurden die ersten Punkte für Sonntag schon einmal eingefahren. Am Sonntag ging es um 8.00 Uhr mit den Einzelübungen weiter, es gingen 34 Teams in der Klasse 3 an den Start. Elena hat durchgepunktet, wobei ihre Freifolge mit den Positionen aus der Bewegung, die Übung 8 und das Abrufen einfach Spitzenklasse war! Am Ende belegte das Team einen hervorragenden 7. Platz mit einem vorzüglichen Ergebnis.

Daria hat auch eine super Vorführung gezeigt, hat aber leider die Box genullt. Am Ende reichte es zu einem schönen 12. Platz mit einem sehr guten Ergebnis. Sina hatte bei der Box leider Pech, Zoey lag hinten 1 cm außerhalb der Box, das war die einzige 0, ansonsten hat sie super vorgeführt. Am Ende belegte Sina einen guten 17. Platz. Maraike hatte am Samstag bei den Gruppenübungen schon bei der Sitzübung eine 0 bekommen, die zweite 0 gab es beim Abrufen, alle anderen Übungen zeigte das Team im guten bis vorzüglichem Bereich. Am Ende reichte es zu einem 20. Platz

Es war ein sehr schönes Prüfungswochenende mit sehr guten Vorführungen.

KLAUS-DIETER WILKEN, OfO LV SH

THS Bundessiegerprüfung 2025

Bereits am Donnerstag machten sich die ersten Nordlichter auf den Weg in Richtung unserer DVG-Hauptgeschäftsstelle, in der viele das erste Mal anlässlich der diesjährigen Bundessiegerprüfung in der Leichtathletik mit Hund vom 06. – 07.09.2025 übernachteten, denn der Austragungsort war nur wenige Kilometer von derselben entfernt in Iserlohn.
Am Freitag folgte dann das Wiedersehen mit nahen und entfernten THS-Liebhabern bei der Besichtigung des Stadions und der anschließenden Meldung. Wer es noch nicht im Vorfeld aufgrund der liebevollen Einstimmung über die verschiedensten sozialen Medien bemerkt hatte, dem wurde nun klar: Das wird ein durchweg gelungenes Wochenende! Auch in diesem Jahr durften sich die qualifizierten Mensch-Hund-Teams auf einen Wettkampf freuen, der von anderen aktiven Sportlern und Sportlerinnen geplant war und dementsprechend entspannt und gut organisiert ablaufen würde. Der Veranstalter hatte anscheinend sogar daran gedacht, gutes Wetter zu bestellen.

Die Bundessiegerprüfung wurde in den frühen, kühlen Morgenstunden des Samstags durch den Geländelauf auf der Kurzstrecke eröffnet. Die gewählte Strecke wurde bereits im Vorfeld samt Höhenprofil bekanntgegeben und veranlasste den einen oder die andere von uns Flachländern in der Vorbereitung zu vermehrtem Bergtraining (z. B. soll die Holtenauer Hochbrücke mehrfach bezwungen worden sein). Das, was die Läuferinnen und Läufer dann auf dem Trail erwartete, übertraf allerdings jedweden Holsteiner Hügel, sodass uns bereits beim Abgehen der Strecke die Beine zittrig wurden. Dementsprechend kamen unsere 4 Teams auch etwas langsamer als sonst ins Ziel – mussten sich aber im Vergleich innerhalb ihrer Altersklassen nicht verstecken. Im Stadion ging es dann mit den ersten Unterordnungen des Vierkampfes weiter, während die Zuschauer das reichhaltige Frühstücksangebot genossen. Gewohnt routiniert und zeitlich eng getaktet wurde auf den drei Ringen eine Unterordnung nach der anderen von den Leistungsrichtern begutachtet. Derweil konnte man bei vielen Zuschauern die freudige Anspannung im Gesicht sehen, wenn die Vereinskollegen oder gar die eigenen Azubis die Ringe betraten. Von der vollen Punktzahl bis hin zu Unterordnungen, die noch großen Trainingsbedarf vermuten ließen, war alles dabei. Die Nordlichter bestanden alle, die beste Unterordnung lieferten jedoch Margret und Natascha am Sonntag mit 54 Punkten ab. Bei den anschließenden Läufen wurde einmal mehr deutlich, wie wichtig die Fehlerfreiheit nach der Umstellung durch die neue Prüfungsordnung nun ist. Dadurch, dass es inzwischen in jeder Disziplin nur noch einen Lauf gibt, lässt sich z. B. ein ausgelassenes Hindernis nur schwer ausbügeln und führt direkt zu einer schlechteren Platzierung. Am Ende stand fest, dass wir zwei Bundessieger in unseren Reihen hatten: Margret und Natascha sowie Thomas und Dandy ersprinteten sich die ersten Plätze in ihren Altersklassen.

Der Samstag wurde mit den spannenden Vorläufen der CSC-Mannschaften abgeschlossen. Unsere Mannschaft „Moin.“ (Sektion 1: Susan und Zazou, Sektion 2: Marlena und Theo, Sektion 3: Jens und Abby) landete nach den zwei Läufen auf dem 16. Platz und musste damit am Sonntag im K.O.-System nicht nochmal ran an den Speck. Dafür wurden diese zwei Läufe in dem tollen Stadion zu den Klängen des Bibi-&-Tina-Soundtracks umso mehr genos­sen.

Die Laufdisziplinen des Sprint-Vierkampfes wurden am Samstag ausgetragen und hier zeigte sich erneut die Wichtigkeit der Fehlerfreiheit. Und was das angeht, legten unsere drei Jugendlichen schon einmal gut vor. Souverän und schnell wie alte Hasen führten sie ihre Hunde über die Hürden, durch den Slalom und über die Hindernisbahn, sodass sie mit sehr guten Chancen auf die ersten Plätze am nächsten Morgen an den Start der 1000-Meter-­Strecke gehen durften. Alle Schleswig-Holsteinischen Teams fanden sich nach dem Verfolgungsrennen in den Top Ten ihrer Altersklassen wieder. Und das in der Labbi-Fraktion auch noch unter erschwerten Bedingungen: Nala ist wenige Stunden vor ihrem Lauf auf Nummer Sicher gegangen und hat schonmal die Essensration der nächsten Woche verputzt (man könnte ja verhungern), sodass sie sich eher gemütlich durch die Parcours bewegte, und Hope hatte die Beine ihrer Einschätzung nach scheinbar bereits im Gelände ausreichend bewegt, jedenfalls versuchte sie an der ersten Hürde der Hindernisbahn, ob sie sich nicht vielleicht vor dem Sprung drücken und einfach durchlaufen könnte. Ging aber nicht – verrückt! Sehr spannend war das Verfolgungs­rennen für die Zuschauer, da die letzten 400 Meter im Stadion verliefen. Hier ist ein Team besonders hervorzuheben: Igor und Leni, die noch auf den allerletzten Metern einen Treppchenplatz weiter nach vorne rannten, während der Fanclub sich die Lunge aus dem Leib schrie. Außerdem haben Hannah mit Raja, Laya mit Kali, Lieke mit Monty, Torsten mit Hope und Jens mit Abby fünf weitere Podestplätze für Schleswig-Holstein erkämpft.

Alle Ergebnisse unserer Teams findet ihr auf der Webseite unseres Landesverbandes und die Gesamtübersicht auf der Webseite des DVG.

Dieses fulminante Wochenende endete mit der 4 x 400-Meter-­Staffel. Für Schleswig-Holstein traten Igor und Leni, Torsten und Hope, Sandra und Nala sowie Andrea und Eywa an: Alle bereit, nochmal die restlichen Kräfte aus den Beinen zu rennen. Leider löste sich die Leine von Hope bereits in der ersten Kurve (das scheint so ein Ding in unserer Mannschaft zu sein, ist das doch vor einigen Jahren auch schon einmal Andrea und Eywa passiert). Nun ja, Hope wurde wieder eingefangen, in Windeseile angeleint und dann rannten die beiden einfach noch schneller als vorher. Die Mannschaft landete insgesamt trotz dieses Zwischenfalls erschöpft und glücklich auf dem 5. Platz. Resümieren lässt sich, dass wir gerne wieder nach Iserlohn fahren.

Wir danken dem Ausrichter für diese rundum gelungene und detailverliebt geplante Veranstaltung, und wir wissen nach dem letzten Jahr, was es bedeutet, eine Veranstaltung in der Größe
so auf die Beine zu stellen! Den Teilnehmern ist an dieser Stelle nochmal herzlich zu den großartigen Leistungen zu gratulieren und einen großen Dank auszusprechen, dass sie Schleswig-Holstein so stark vertreten haben. Gleichzeitig freuen wir uns schon auf das nächste Jahr, denn nach der BSP ist vor der BSP – nun wird wieder ein Jahr auf Hochtouren trainiert.

REBECCA RATZ, OfT LV SH
Fotos: Oliver Voß